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Der andere Weg zur Elektromobilität: Warum BMW 2028 aufs Wasserstoffauto setzt

business2026-08-28 · 3 min read · 0 reads

Während sich in der Autowelt fast alles um Batterien und Ladesäulen dreht, verfolgt BMW beharrlich einen zweiten Weg zur emissionsfreien Mobilität. Der Münchner Hersteller bringt 2028 sein erstes Serienfahrzeug mit Wasserstoffantrieb auf den Markt, gemeinsam mit Toyota entwickelt. Bis zu 750 Kilomet

Während sich in der Autowelt derzeit fast alles um Batterien, Ladesäulen und elektrische Reichweiten dreht, verfolgt ein deutscher Hersteller beharrlich einen zweiten, deutlich leiseren Weg zur emissionsfreien Mobilität. BMW bereitet den Start seines allerersten Serienfahrzeugs mit Wasserstoffantrieb vor, und das bereits für das Jahr 2028.

BMWs Wasserstoff-Premiere

Nach jahrelangen Tests mit der Pilotflotte des iX5 Hydrogen, die weltweit auf den Straßen unterwegs war, macht der Konzern nun ernst. Ab 2028 will BMW erstmals Fahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieb in Serie produzieren und damit ein völlig neues Kapitel in der langen Geschichte des Unternehmens aufschlagen.

Interessant ist dabei vor allem die gewählte Strategie. BMW plant kein völlig neues, eigenständiges Modell, sondern will den Wasserstoffantrieb als zusätzliche Variante in ein bereits bestehendes Fahrzeug seiner Palette integrieren. So soll die neue Technologie möglichst nahtlos ins bestehende Angebot eingebettet werden.

Ein starkes Bündnis mit Toyota

Der andere Weg zur Elektromobilität: Warum BMW 2028 aufs Wasserstoffauto setzt

Bei diesem durchaus ambitionierten Vorhaben ist BMW keineswegs allein. Der Münchner Hersteller arbeitet dafür eng mit dem japanischen Riesen Toyota zusammen, einem der weltweit führenden Pioniere der Brennstoffzellentechnik. Beide Unternehmen blicken bereits auf mehr als ein Jahrzehnt vertrauensvoller Zusammenarbeit zurück.

Gemeinsam haben die beiden Partner eine Brennstoffzellentechnologie der mittlerweile dritten Generation entwickelt. Durch die Bündelung ihrer Kräfte wollen sie die hohen Entwicklungskosten teilen und die anspruchsvolle Technik schneller zur Marktreife bringen, als es jedem der beiden Konzerne im Alleingang möglich wäre.

Was die neue Technik kann

Die neue Generation der Brennstoffzelle bringt spürbare Fortschritte mit sich. Laut BMW arbeitet das System deutlich effizienter, liefert eine höhere Leistung und verbraucht zugleich weniger Energie als seine Vorgänger, was die gesamte Technologie im Alltag erheblich praktikabler machen soll.

Besonders bemerkenswert ist der Fortschritt bei der reinen Baugröße. Das komplette System ist rund 25 Prozent kleiner als zuvor, was den Ingenieuren spürbar mehr Freiheit beim Einbau in bestehende Fahrzeuge gibt und zugleich wertvollen Platz für Passagiere und Gepäck im Innenraum schafft.

Auch die Fahrleistungen können sich durchaus sehen lassen. In den Prototypen erreichte der Antrieb eine Reichweite von bis zu 750 Kilometern, und das Nachtanken des Wasserstoffs dauert nur wenige Minuten. Damit kombiniert die Technik lange Strecken mit angenehm kurzen Standzeiten an der Tankstelle.

Die großen Hürden bleiben

Trotz aller technischen Fortschritte verschweigt BMW die erheblichen Herausforderungen keineswegs. Die größten Hindernisse für den Erfolg von Wasserstoffautos liegen dabei weniger im Fahrzeug selbst als vielmehr in seinem Umfeld, ganz konkret in der noch fehlenden Infrastruktur und in den Kosten.

Das Netz an Wasserstoff-Tankstellen ist bislang extrem dünn, gerade im direkten Vergleich zu den rasant wachsenden Lademöglichkeiten für batterieelektrische Autos. Ohne ein dichtes Tankstellennetz aber bleibt der praktische Nutzen eines Wasserstoffautos für viele Kundinnen und Kunden vorerst begrenzt.

Hinzu kommt die nicht zu unterschätzende Kostenfrage. Sowohl die Herstellung der Fahrzeuge als auch die Produktion von klimafreundlichem, grünem Wasserstoff sind heute noch vergleichsweise teuer. Ob und wie schnell diese Kosten sinken, wird über den langfristigen Erfolg der gesamten Technologie mitentscheiden.

Ein zweites Standbein statt Alleingang

Genau deshalb versteht BMW den Wasserstoff ausdrücklich nicht als Ersatz, sondern als sinnvolle Ergänzung zum batterieelektrischen Antrieb. Die Idee dahinter ist eine bewusste Technologieoffenheit: Für unterschiedliche Kunden und Einsatzzwecke soll es künftig unterschiedliche, jeweils passende emissionsfreie Antriebe geben.

Ob sich die Brennstoffzelle im Personenwagen am Ende wirklich durchsetzt, ist heute noch keineswegs entschieden. Klar ist aber, dass BMW mit dem Serienstart im Jahr 2028 eine durchaus mutige Wette eingeht und darauf setzt, dass der Weg in die emissionsfreie Zukunft nicht zwangsläufig nur über die Batterie allein führen muss.

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